Besteuerung in Mauritius

Ein wettbewerbsfähiges, transparentes und international konformes Steuersystem. Erfahren Sie, warum Mauritius Unternehmer und Investoren aus aller Welt anzieht.

Warum das mauritische Steuersystem internationale Unternehmer anzieht

Mauritius hat sich weltweit als eine der wettbewerbsfähigsten Jurisdiktionen bei der Besteuerung von Unternehmen und natürlichen Personen etabliert. Mit einem Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem vollständigen Fehlen einer Kapitalertragsteuer und einem Netzwerk von 45 in Kraft befindlichen Doppelbesteuerungsabkommen (MRA, 2026) bietet das Land einen einzigartigen steuerlichen Rahmen, der wirtschaftliche Attraktivität mit strenger internationaler Konformität verbindet.

Das mauritische Steuersystem wird durch den Income Tax Act geregelt, ergänzt durch den Value Added Tax Act 1998 und eine Reihe sektoraler Vorschriften. Entgegen landläufiger Meinung steht Mauritius auf keiner schwarzen Liste für Steueroasen. Die Jurisdiktion ist Mitglied des OECD Global Forum on Transparency, Unterzeichner von FATCA, Teilnehmer am CRS und vollständig konform mit den BEPS-Empfehlungen (Base Erosion and Profit Shifting). Diese Konformität garantiert die Glaubwürdigkeit und den Fortbestand der auf der Insel errichteten Strukturen.

Mauritius steht auf der Weißen Liste der Europäischen Union und hat bei der Peer-Review-Bewertung des OECD Global Forum die Note „Largely Compliant" erhalten. Diese internationale Anerkennung garantiert, dass mauritische Steuerstrukturen von Verwaltungen weltweit vollständig akzeptiert werden.

Überblick über das mauritische Steuersystem

Das Steuersystem von Mauritius beruht auf den Grundsätzen der Einfachheit, Wettbewerbsfähigkeit und Transparenz. Die Steuerarchitektur ist darauf ausgelegt, internationale Investitionen anzuziehen und gleichzeitig die höchsten Konformitätsstandards zu wahren. Hier ein vollständiger Überblick über die wichtigsten Steuern und Abgaben:

15 % Körperschaftsteuer (nominal)
~3 % Effektive Körperschaftsteuer für GBC
0 % Kapitalertragsteuer
0 % Quellensteuer auf Dividenden
45 Doppelbesteuerungsabkommen (2026)
0 % Vermögen- und Erbschaftsteuer
Steuerart Satz Rechtsgrundlage Anmerkungen
Körperschaftsteuer 15 % Income Tax Act Effektiver Satz ~3 % für GBC über das Partial Exemption System
Einkommensteuer natürlicher Personen 0 % bis 35 % Income Tax Act Progressiver Stufentarif seit dem 1. Juli 2026 (Finance Act 2026)
Kapitalgewinne (capital gains) 0 % Income Tax Act Keine Steuer auf Veräußerungen von beweglichem oder unbeweglichem Vermögen
Quellensteuer (WHT) auf Dividenden 0 % Income Tax Act Keine Quellensteuer, sowohl für Ansässige als auch Nicht-Ansässige
Quellensteuer auf Zinsen 0 % Income Tax Act Keine Quellensteuer auf Zinsen an Nicht-Ansässige
Quellensteuer auf Lizenzgebühren 0 % Income Tax Act Keine inländische Quellensteuer auf Royalties
Mehrwertsteuer (Value Added Tax) 15 % VAT Act 1998 Befreiungen für Dienstleistungsexporte und Finanzdienstleistungen
CSR Levy 2 % Income Tax Act Anwendbar auf Gesellschaften mit einem Umsatz über 50 Mio. MUR
Vermögensteuer 0 % — Keine Wealth Tax
Erbschaftsteuer 0 % — Keine Estate Duty
Schenkungsteuer 0 % — Keine Gift Tax

Die Körperschaftsteuer: ein attraktiver Satz von 15 %

Der nominale Körperschaftsteuersatz in Mauritius beträgt gemäß den Bestimmungen des Income Tax Act für alle Gesellschaftskategorien 15 %. Dieser Satz gilt sowohl für inländische Gesellschaften (Domestic Companies) als auch für Global Business Companies (GBC).

Die Besonderheit des mauritischen Systems liegt im Partial Exemption System, das 2019 eingeführt wurde, um das frühere System der pauschalen ausländischen Steuergutschrift (deemed Foreign Tax Credit) zu ersetzen. Dieser neue Mechanismus, der den BEPS-Empfehlungen der OECD entspricht, gewährt eine 80%ige Befreiung auf bestimmte Kategorien ausländischer Einkünfte und senkt den effektiven Steuersatz auf rund 3 %.

Für die Teilbefreiung berechtigte Einkommenskategorien

Zu den Einkommenskategorien, die von der 80%igen Befreiung profitieren, gehören:

  • Ausländische Dividenden: Dividenden, die von im Ausland gehaltenen Tochtergesellschaften oder Beteiligungen bezogen werden
  • Ausländische Zinsen: Zinsen aus Darlehen an nicht ansässige Rechtsträger
  • Gewinne aus dem Export von Dienstleistungen: Einkünfte aus Dienstleistungen für Kunden außerhalb von Mauritius
  • Einkünfte aus Lizenzen und Royalties: Einkünfte aus geistigem Eigentum, das außerhalb von Mauritius genutzt wird
  • Einkünfte aus Flugzeug- und Schiffsleasing: Finanzierungstätigkeiten für bewegliche Wirtschaftsgüter
  • Einkünfte von Rückversicherungsgesellschaften: ausländische Nettoprämien
  • Gewinne aus der Fondsverwaltung: Verwaltungsgebühren, die Offshore-Fonds in Rechnung gestellt werden

Anforderungen an die wirtschaftliche Substanz

Um diese Vorteile in Anspruch nehmen zu können, muss zunächst eine Gesellschaft in Mauritius gegründet werden. GBC müssen eine echte wirtschaftliche Substanz in Mauritius nachweisen: mindestens zwei ansässige Direktoren, Geschäftsräume, qualifiziertes Personal und Betriebsausgaben, die im Verhältnis zur Tätigkeit stehen. Die Nichteinhaltung dieser Anforderungen kann zum Verlust der Befreiung und zur Besteuerung mit dem vollen Satz von 15 % führen.

Weitere Einzelheiten finden Sie auf unserer speziellen Seite zur Körperschaftsteuer in Mauritius.

Einkommensteuer natürlicher Personen

Die Einkommensteuer natürlicher Personen in Mauritius beruht seit dem 1. Juli 2026 auf einem progressiven Stufentarif (Finance Act 2026): 0 % bis 500.000 MUR, 10 % bis 1.000.000 MUR, 20 % bis 12.000.000 MUR und 35 % darüber hinaus, anwendbar auf alle Steueransässigen.

Bestimmung der steuerlichen Ansässigkeit

Eine natürliche Person gilt als steuerlich ansässig in Mauritius, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:

  • Wohnsitz in Mauritius: Die Person hat ihren gewöhnlichen Wohnsitz auf der Insel
  • Aufenthalt von 183 Tagen: Die Person hat sich im betreffenden Steuerjahr mindestens 183 Tage in Mauritius aufgehalten
  • Kombinierter Aufenthalt: Die Person hat sich im betreffenden Steuerjahr und den beiden Vorjahren zusammen mindestens 270 Tage in Mauritius aufgehalten

Steuerpflichtige Einkünfte und Befreiungen

Steueransässige werden auf ihre Einkünfte mauritischer Herkunft sowie auf ausländische Einkünfte besteuert, die nach Mauritius transferiert werden. Ausländische Einkünfte, die nicht nach Mauritius überwiesen werden, werden nicht besteuert, was einen bedeutenden Vorteil für Expatriates und internationale Investoren darstellt.

Steuerkomponente Details
Steuersatz Progressiver Tarif: 0 % bis 500.000 MUR, 10 % bis 1 Mio. MUR, 20 % bis 12 Mio. MUR, 35 % darüber (Finance Act 2026)
Persönlicher Freibetrag (2025-2026) 390.000 MUR für einen alleinstehenden Steuerpflichtigen; 500.000 MUR mit Ehepartner und Angehörigen
PAYE (Pay As You Earn) Quellensteuerabzug durch den Arbeitgeber auf Gehälter
Sozialabgaben (NPF/NSF) Verpflichtende Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge
Nicht rückgeführte ausländische Einkünfte Nicht besteuert

Seit dem 1. Juli 2026 werden Einkünfte natürlicher Personen, die 12 Millionen MUR pro Jahr übersteigen, auf den übersteigenden Teil mit 35 % besteuert (Finance Act 2026). Diese Stufe ersetzt für natürliche Personen die frühere „Fair Share Contribution" von 2025-2026.

Ein Netzwerk von 45 Steuerabkommen (MRA, 2026)

Einer der wichtigsten strategischen Vorteile von Mauritius ist sein umfangreiches Netzwerk an Doppelbesteuerungsabkommen (DBA). Mit 45 in Kraft befindlichen Abkommen (MRA, 2026) bietet Mauritius eine optimale steuerliche Plattform für internationale Investitionen, insbesondere nach Afrika und Asien.

Die strategisch wichtigsten Abkommen decken folgende Bereiche ab:

Region Erfasste Länder Hauptinteresse
Europa Frankreich, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Luxemburg, Belgien, Italien, Zypern Gateway für europäische Investitionen
Asien Indien, China, Singapur, Malaysia, Thailand, Nepal, Bangladesch Korridor Indien-Afrika, Zugang zum chinesischen Markt
Afrika Südafrika, Kenia, Senegal, Ruanda, Madagaskar, Mosambik, Uganda, Botswana, Lesotho, Swasiland, Sambia, Kongo, Tunesien, Ägypten Investitionsdrehscheibe für den afrikanischen Kontinent
Naher Osten Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Oman, Kuwait, Bahrain Investitionen aus dem Nahen Osten und Staatsfonds

Diese Abkommen ermöglichen es, Quellensteuern auf Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren zwischen den Unterzeichnerstaaten zu reduzieren oder sogar vollständig zu beseitigen. Lesen Sie unsere ausführliche Analyse der Doppelbesteuerungsabkommen, einschließlich einer vollständigen Tabelle der Sätze nach Land.

Strategien zur Steueroptimierung

Die Kombination aus niedrigem Steuersatz, dem Fehlen einer Kapitalertragsteuer und dem DBA-Netzwerk ermöglicht die Umsetzung von völlig legalen und international konformen Steueroptimierungsstrategien. Die wichtigsten von internationalen Investoren genutzten Strategien umfassen:

Zwischenholding

Nutzung einer mauritischen GBC als Holding für Investitionen in Afrika oder Asien, wobei DBA genutzt werden, um Quellensteuern auf Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren, die nach Mauritius zurückfließen, zu reduzieren.

Internationaler Handel

Fakturierung von Dienstleistungen oder Waren über Mauritius, mit einem effektiven Körperschaftsteuersatz von 3 % auf Gewinne aus Dienstleistungsexporten und einem Mehrwertsteuersatz von null auf Exporte.

Geistiges Eigentum

Ansiedlung von Lizenzen und Patenten in Mauritius mit reduzierter Besteuerung von Lizenzgebühren, unter Einhaltung der DEMPE-Regeln der OECD für die Substanz der IP-Verwaltung.

Investmentfonds

Strukturierung von Fonds über Mauritius (Expert Fund, CIS), um von der Befreiung auf Kapitalgewinne, dem Fehlen einer Quellensteuer auf ausgeschüttete Dividenden und den DBA mit Afrika zu profitieren.

Konzerninterne Finanzierung

Zentralisierung der Liquidität eines multinationalen Konzerns über eine GBC Treasury Center, mit einer Finanzierungsmarge, die mit 3 % besteuert wird, und reduzierten Quellensteuern dank der DBA.

Umzug des Unternehmers

Persönliche Ansiedlung in Mauritius, um vom progressiven Tarif mit einer Obergrenze von 35 % zu profitieren (gegenüber häufig höheren Sätzen anderswo), ohne Besteuerung von Kapitalgewinnen und mit Befreiung nicht rückgeführter ausländischer Einkünfte.

Entdecken Sie alle Strategien in unserem speziellen Leitfaden zur Steueroptimierung in Mauritius. Nutzen Sie unseren Steuerrechner, um Ihre Steuerlast je nach Ihrem Profil zu schätzen.

Mehrwertsteuer und indirekte Steuern

Die Mehrwertsteuer in Mauritius ist gemäß dem Value Added Tax Act 1998 auf einen einheitlichen Satz von 15 % festgelegt. Sie gilt für die meisten auf mauritischem Staatsgebiet erbrachten Waren und Dienstleistungen. Das System zeichnet sich durch seine Einfachheit aus, mit nur einem Standardsatz, im Gegensatz zu den zahlreichen ermäßigten Sätzen in Europa.

Mehrere Kategorien profitieren von einer begünstigten Behandlung:

  • Nullsatz (zero-rated): Exporte von Waren und Dienstleistungen, bestimmte Grundnahrungsmittel (Reis, Mehl, Brot, Milch), internationaler Transport
  • Befreit (exempt): Finanzdienstleistungen, medizinische und Krankenhausdienstleistungen, Bildungsdienstleistungen, Wohnraummieten, öffentlicher Personenverkehr

Gesellschaften mit einem steuerpflichtigen Umsatz von über 6 Millionen MUR (rund 120.000 EUR) sind verpflichtet, sich für die Mehrwertsteuer zu registrieren. GBC, die ausschließlich Dienstleistungen ins Ausland erbringen, sind in der Regel nicht mehrwertsteuerpflichtig. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Mehrwertsteuer in Mauritius.

Die CSR-Abgabe (Corporate Social Responsibility)

Gesellschaften mit einem Umsatz von über 50 Millionen MUR (rund 1 Million EUR) unterliegen der CSR-Abgabe in Höhe von 2 % ihres steuerpflichtigen Gewinns. Diese Abgabe dient der Finanzierung von Sozialprogrammen. Gesellschaften können die Hälfte (1 %) für Programme ihrer Wahl verwenden, während die andere Hälfte an die Mauritius Revenue Authority (MRA) abgeführt wird.

Internationale Konformität: FATCA und CRS

Mauritius hat sich strategisch für vollständige steuerliche Transparenz entschieden, indem es sich den wichtigsten internationalen Regelwerken angeschlossen hat:

  • FATCA: Unterzeichnung eines zwischenstaatlichen Abkommens (IGA) nach Modell 1 mit den Vereinigten Staaten im Jahr 2014, das mauritische Finanzinstitute verpflichtet, Konten US-amerikanischer Steuerpflichtiger über die MRA zu melden
  • CRS: Teilnahme am Common Reporting Standard der OECD seit 2018, mit automatischem Austausch von Steuerinformationen mit mehr als 100 Jurisdiktionen
  • OECD Global Forum: Mauritius hat bei seiner Peer-Review die Note „Largely Compliant" erhalten
  • Multilaterales Übereinkommen (MLI): Mauritius hat das multilaterale BEPS-Übereinkommen unterzeichnet, um Anti-Missbrauchsklauseln in seine Steuerabkommen zu integrieren
  • FATF: Mauritius ist Mitglied der Financial Action Task Force (über ESAAMLG) und hält sich an die Standards zur Geldwäschebekämpfung

Diese Konformität ist eine Sicherheitsgarantie für Investoren und Unternehmer und stellt einen der wichtigsten Steuervorteile von Mauritius dar. Alle Einzelheiten finden Sie auf der Seite FATCA und CRS in Mauritius.

Vergleich mit anderen Jurisdiktionen

Um den steuerlichen Vorteil von Mauritius vollständig zu würdigen, ist ein Vergleich mit anderen beliebten Jurisdiktionen aufschlussreich:

Kriterium Mauritius Dubai (VAE) Singapur Hongkong Luxemburg
Nominale Körperschaftsteuer 15 % 9 % 17 % 16,5 % 24,94 %
Effektive Körperschaftsteuer (internationale Strukturen) ~3 % 0-9 % ~10 % ~8 % ~5-6 % (IP Box)
Kapitalgewinne 0 % 0 % 0 % 0 % Variabel
WHT Dividenden 0 % 0 % 0 % 0 % 15 % (reduziert durch DBA)
Steuerabkommen 45 90+ 90+ 40+ 80+
Privilegierter Zugang Afrika Exzellent (14+ afrikanische DBA) Gut Begrenzt Begrenzt Moderat
Französische Sprache Ja (zweisprachig FR/EN) Nein Nein Nein Ja
OECD/BEPS-Konformität Vollständig konform Konform Konform Konform Konform

Die Säulen der mauritischen Steuerwettbewerbsfähigkeit

Stabilität und Vorhersehbarkeit

Der mauritische Steuerrahmen zeichnet sich durch seine bemerkenswerte Stabilität aus. Die Steuersätze haben in den letzten zwei Jahrzehnten nur geringfügige Anpassungen erfahren, was die notwendige Vorhersehbarkeit für die langfristige Planung von Geschäftstätigkeiten bietet.

Verwaltungseinfachheit

Die Mauritius Revenue Authority (MRA) hat die meisten ihrer Prozesse digitalisiert und ermöglicht Erklärungen und Zahlungen online. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit für Mehrwertsteuer-Rückerstattungsanträge gehört zu den kürzesten der Region.

Internationale Konformität

Mauritius steht auf keiner internationalen schwarzen Liste (EU, OECD, FATF). Die Jurisdiktion hält die BEPS-Standards ein und pflegt Anforderungen an die wirtschaftliche Substanz für GBC, was die Legitimität der Strukturen gewährleistet.

Professionelles Ökosystem

Ein vollständiges Ökosystem qualifizierter Fachleute: internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (Big Four), spezialisierte Anwaltskanzleien, von der FSC zugelassene Management Companies. Die Zweisprachigkeit Französisch-Englisch erleichtert den Austausch.

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Um jeden Aspekt der mauritischen Besteuerung zu vertiefen, laden wir Sie ein, unsere spezialisierten Leitfäden zu konsultieren:

Hinweis: Die auf dieser Website dargestellten Steuerinformationen dienen nur zur Orientierung und stellen keine individuelle Steuerberatung dar. Sätze, Schwellenwerte und Vorschriften können sich ändern. Konsultieren Sie einen qualifizierten Steuerberater für eine an Ihre spezifische Situation angepasste Analyse.

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Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist der Körperschaftsteuersatz in Mauritius?

Der nominale Körperschaftsteuersatz beträgt gemäß dem Income Tax Act 15 %. Global Business Companies (GBC) profitieren jedoch vom Partial Exemption System, das eine 80%ige Befreiung auf berechtigte ausländische Einkünfte gewährt und den effektiven Steuersatz auf rund 3 % senkt. Dieser Mechanismus entspricht den BEPS-Standards der OECD.

Gibt es eine Kapitalertragsteuer in Mauritius?

Nein. Mauritius erhebt keine Kapitalertragsteuer (capital gains tax), weder auf die Veräußerung von beweglichem Vermögen, Immobilien noch Beteiligungen. Dies ist einer der wichtigsten Vorteile der Jurisdiktion für internationale Investoren und Unternehmer.

Gibt es eine Quellensteuer auf Dividenden?

Nein. Mauritius erhebt keine Quellensteuer (withholding tax) auf Dividenden, die an ansässige oder nicht ansässige Aktionäre gezahlt werden. Von einer mauritischen Gesellschaft ausgeschüttete Gewinne unterliegen keiner zusätzlichen Besteuerung, was das Land zu einer idealen Jurisdiktion für Holdingstrukturen macht.

Wie viele Steuerabkommen hat Mauritius unterzeichnet?

Mauritius hat mit Partnerländern 45 in Kraft befindliche Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) geschlossen (MRA, 2026), darunter mit Frankreich, Indien, Südafrika, dem Vereinigten Königreich, China, Deutschland und Luxemburg. Dieses Netzwerk erleichtert die Strukturierung internationaler Investitionen, insbesondere nach Afrika und Asien.

Erfüllt Mauritius die FATCA- und CRS-Standards?

Ja. Mauritius hat im Rahmen von FATCA ein zwischenstaatliches Abkommen (IGA) nach Modell 1 mit den Vereinigten Staaten unterzeichnet und nimmt am Common Reporting Standard (CRS) der OECD teil. Mauritische Finanzinstitute tauschen automatisch Steuerinformationen mit mehr als 100 Partnerjurisdiktionen aus.

Wie hoch ist der Mehrwertsteuersatz in Mauritius?

Die Mehrwertsteuer (Value Added Tax) in Mauritius beträgt gemäß dem Value Added Tax Act 1998 15 %. Bestimmte Kategorien von Waren und Dienstleistungen profitieren von Befreiungen oder dem Nullsatz, insbesondere Dienstleistungsexporte, Finanzdienstleistungen und bestimmte Grundnahrungsmittel.

Zahlt ein mauritischer Steueransässiger eine Vermögensteuer?

Nein. In Mauritius gibt es keine Vermögensteuer (wealth tax). Ansässige unterliegen auch keiner Erbschaft- oder Schenkungsteuer, was Mauritius zu einer besonders attraktiven Jurisdiktion für die internationale Vermögensverwaltung macht.

Welche Steuervorteile gibt es für Expatriates in Mauritius?

Expatriates mit einer Aufenthaltsgenehmigung profitieren von einem progressiven Einkommensteuertarif mit einer Obergrenze von 35 % (Finance Act 2026), ohne Kapitalertragsteuer, ohne Vermögensteuer und ohne Quellensteuer auf Dividenden. Ausländische Einkünfte, die nicht nach Mauritius transferiert werden, werden nicht besteuert.

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